Der Chancentod geisterte im Bergell

Bregaglia - Celerina 1:4

Mit nur 9 Spielern und ohne Stammtorhüter Etter reisten die Celeriner ins mystische Bergell. Spieler Bertschi übernahm die Position des Goalies. Mit dem Celeriner Heimsieg vor einer Woche gegen Engiadina – welche ihrerseits mit 2:14 gegen Bregaglia gewonnen hatten – schien die Aufgabe für die Oberengadiner leicht lösbar zu sein. Und die Celeriner legten auch gleich stark los – gingen früh mit 0:2 in Führung. Bis Ende des ersten Drittels hätten die Gäste die Führung noch weiter ausbauen können, scheiterten aber immer wieder am starken Bergeller Torhüter.

Im 2. Drittel gelang es den Bergeller immer öfters, gespenstisch wie aus dem Nichts vor dem Celeriner Tor aufzutauchen. Bertschi machte jedoch seinen neuen Job als Torhüter sehr gut und hielt den Kasten für lange Zeit rein. Auf der anderen Seite vergaben die Stürmer aus Celerina teilweise kläglich eine Chance nach der Anderen. Es musste schnell ein Zielwasser (oder Weihwasser) her, doch das Quöllfrisch hatte man leider in der Kabine vergessen. Stattdessen gelang der Heimmannschaft der Anschlusstreffer zum 1:2. Celerina erhöhte nun den Druck aufs gegnerische Tor, verzweifelt versuchten sie die 2-Tore-Führung wieder herzustellen, aber Bregaglias Goalie war einfach nicht mehr zu bezwingen (wie sich im Nachhinen herausstellte, stand bei der 2:14 Niederlage der Bergeller gegen Engiadina ein anderer Goalie im Tor). Gegen den Druck der Celeriner wussten sich die Bergeller nur noch mit Slapshots wehren, einer fand dann auch den langen Weg ins Tor von Bertschi – 2:2 Ausgleich! Celerina protestierte bei den Schiedsrichtern und das Tor wurde wieder aberkannt. Doch war es nun ein Slapshot oder nicht …? Ohne Videobeweis werden wir es wohl nie wissen ;-)

Mit 1:2 ging es im letzten Drittel weiter wie im Zweiten. Celerina kriegte den Puck einfach nicht ins verhexte Tor der Bergeller rein. Ratlose Blicke auf der Celeriner Spielerbank. Bregaglia versuchte weiterhin mit Weitschüssen Torhüter Bertschi zu überraschen, doch dieser behielt mit diversen tollen Paraden die Führung für Celerina intakt. Bis wenige Minuten vor Schluss hätte das Spiel auf beiden Seiten kippen können – dann endlich der lang ersehnte Treffer für Celerina in doppelter Überzahl! Kurz danach noch das definitive 1:4 Schlussresultat – geht doch! Der Fluch war gebrochen und nichts stand der quöllfrischen Belohnung nun mehr im Wege.

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