Nachdem der SC Celerina am letzten Wochenende bereits den EHC Samedan im eigenen Hause bodigen konnte und sich den höchst erfreulichen zweiten Tabellenrang krallte, wurde die Aufgabe im heutigen Spitzenspiel gegen die ungeschlagenen Puschlaver nochmals ungleich schwieriger.
Es waren auch die Puschlaver, die das Spiel im ersten Abschnitt diktieren konnten und nach der Hälfte des Drittels mit 2:0 führten. Die Celeriner steckten aber nicht auf und Aron Engels besorgte dem Heimteam nach 12 Minuten den ersten Treffer - bis zum Ende des ersten Abschnittes war dies dann auch die Gesamt-Torausbeute.
Im zweiten Abschnitt versuchten die Celeriner zunehmends, die Gegner durch frühes Forechecking zu stören und dies zeigte Wirkung - die Puschlaver wurden nervös und Celerina nutzte die Phase ungemein kaltblütig aus. Ab der 22. Minute, wo es Altmeister Urs Camozzi in Unterzahl gelang, den gegnerischen Keeper von hinter dem Gehäuse zu überlisten, trafen auch Topscorer Gian-Andrea Schild, Andreas Pilatti, Giovanni Triulzi und schlussendlich Jan Weisstanner in der 36. Minute ins Schwarze. Auch wenn die Puschlaver kurz vor Ende des Drittels noch zum dritten Treffer kamen, durften die Celeriner mit einer doch halbwegs beruhigenden 6:3-Führung zum Pausentee schlendern.
Im letzten Drittel blieb die erwartete Druckwelle der Puschlaver nicht aus - es kündigte sich einer der spannendsten Schlussabschnitte der letzten Jahre an. Erst verkürzte der eine Crameri zum 4:6, worauf der andere Crameri sechs Minuten vor Ende der Partie mit dem 5:6 den Zuschauern den Atem im Hals stocken liess. Die Celeriner versuchten alles und boten Gegenwehr, worauf der Keeper der Puschavins zugunsten eines sechsten Feldspielers auf die Bank geholt wurde. Alles zitterte und bangte und die Stossgebete der Celeriner an die Hockeygötter wurden erhört - Curdin Spirig erlöste die Celeriner Gemüter mit einem souveränen weiten Tor ins leere Gehäuse zwei Sekunden vor Ende der Partie. Die folgenden Jubelstürme über die gewonnenen drei Punkte liess das ganze Oberengadin erbeben.
Dank diesem Sieg verbleiben die Celeriner mit 16 Punkten aus 8 Spielen weiterhin auf dem zweiten Rang, dicht verfolgt von den Zernezern, aber mit einem grösseren Polster auf Rang 4. Nächste Woche sind die Celeriner dann zu Gast bei ebendiesem HC Zernez - die Gäste haben da einiges gutzumachen...