Senioren gewinnen die Coppa Padella 2019!

Mit lediglich 5 Celeriner Senioren auf dem Eis und dem Ersatzmann Stettler in der Rolle des Torhüters war das Spieler-Aufgebot des SC Celerina überschaubar und für den Turnierausgang unberechenbar. 2 Auswechselspieler mussten als diensttauglich und dienstwillig befunden und für den SC Celerina ausgeliehen werden (Stürmer Stöhr, St. Moritz und Verteidiger Lüdi, Chur).

Doch schon im 1. Vorrundenspiel gegen Davos demonstrierten die Senioren in der neuen Mannschaftsbesetzung, wozu sie fähig sind. Mit einem eiskalten 6:2 Sieg walzten sie die Davoser Senioren nieder. Auch das 2. Vorrundenspiel lief glatt für den SC Celerina, und der nächste Gegner Samedan Breakout Sportsters wurde in die Knie gezwungen – obwohl fast noch die 2:0 Führung vergeben wurde. Souverän ging es auch im letzten Gruppenspiel gegen die Zehndrai Chnebler weiter, so konnten sich die Celeriner Männer den 1. Gruppenplatz sichern.

Im Halbfinale war es dann soweit. Den Fans des SC Celerina stockte kurz das Blut in den Adern, als feststand, auf welchen Gegner man nun schon treffen würde. Es war der reputable EHC St. Moritz – DER Erzrivale – der ebenfalls für solide Leistungen bekannt ist und Mitfavorit war. Überraschenderweise unterlagen die St. Moritzer in ihrer Gruppe den Zuozer Zifuls, die den EHC mit einem 4:0 Sieg demontierten. So gingen die St. Moritzer als Zweitplatzierte ins Halbfinale.

Es sollte also schon im Halbfinale zur Endabrechnung mit dem „Hauptfeind“ kommen. Lautstarke Wortgefechte zwischen Fans, Spielern und Trainern des SC Celerina und EHC St. Moritz erhitzten schon im Vorfeld zur Coppa Padella die Gemüter, die Situation war angespannt, die Coppa war wochenlang DAS Hauptthema auf Social Media und in der Engadiner Post. Der EHC St. Moritz gab sich provokant siegessicher und warb kurzfristig sogar noch Spieler aus den Reihen des SC Celerina ab.

Kaltblütig stand man sich also nun gegenüber. Beide Mannschaften waren gekommen, um zu siegen. Alleine Auswechselspieler Stöhr war gegangen, um zu siegen. Es war Stöhr aber nicht zu verübeln, dass er zu diesem Zeitpunkt die Fronten wechselte, zumal er natürlich mit seinem Verein den Sieg heimtragen wollte. So stiess bei der Direktbegegnung gegen den EHC St. Moritz der Samedaner Stürmer Tuena als Auswechselspieler zum SC Celerina.

Wer meinte, dass der EHC St. Moritz nach seinem Debakel gegen Zuoz, etwas gutzumachen hätte, hat sich aber getäuscht. Auch bei diesem alles entscheidenden Duell konnten die Celeriner wieder ihren Mann stehen – und zwar besser als die St. Moritzer – die sang- und klanglos mit einer 2:0 Niederlage auf dem Eis untergingen.

Der EHC St. Moritz erlitt also eine Bauchlandung, während für den SC Celerina die Schlacht weiterging. Überlegen konnte aber auch im Finalspiel der erneute Gegner Davos mit einem 4:0 ausgeknockt werden (aufgrund des Wegfalls von Torhüter Stettler wurde in dieser Partie der St. Moritzer Torhüter Roschi verpflichtet, und die beiden Auswechselspieler Tuena und Stöhr spielten auch wieder unter der Flagge des SC Celerina).

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