Zuoz - Celerina 2:11
Wer bei der Begegnung zwischen Celerina und Zuoz die Eis-Herrschaft übernahm, war selbst für Blinde offensichtlich. Die Senioren aus Celerina spielten sich nach einer anfänglichen ausgeglichenen Viertel-Stunde in eine Tor-Extase und siegten mit einem fulminanten 2:11.
Und das obwohl die Zuozer mit grossem Aufwand das Eisfeld so unbefahrbar wie nur möglich präparierten, um damit das technische Spiel der Celeriner zu sabotieren. Tatsächlich verkanteten sich einige der Celeriner Eiskönige im Eis, und es kam zu dem ein oder anderen gefährlichen Sturz.
Doch so leicht lassen sich die stahlharten Senioren nicht in die Knie zwingen. Sie dominierten bis zum Ende das Spiel. Polizeiliche Ermittlungen wurden von Seiten des SC Celerina nicht angestossen, stattdessen liessen sich die Celeriner Männer vom Hockey-Club Zuoz bestechen und nahmen dankbar eine grosszügige Einladung zum Abendessen an (leckere Burger, Pommes & Bier inklusive).
Nach dem Gaumenschmaus gab es zwar Befürchtungen, dass das Nachtessen womöglich vergiftet gewesen sein könnte, doch bisher leben noch alle.
Celerina - Bregaglia 6:5
Mit breiten Beinen und beeindruckender körperlicher Präsenz standen die Celeriner Senioren bei ihrem letzten Duell gegen Bregaglia auf dem Eis. Cool, easy, vielleicht etwas zu cool, zu easy. Denn aus einem schon sicher geglaubten Sieg gegen einen Gegner, der Tabellenletzter ist und den sie zuvor mit 1:10 besiegt hatten, wurde eine Zitterpartie.
Vor dem Spiel kam es noch zu einem aufsehenerregenden Transfermarkt zwischen Celerina & Bregaglia. Die sonst so sparsamen Bergeller engagierten die Celeriner Stammspieler Trivella & Jeuch für eine horrende Summe. So wurde die nur mit wenigen Spielern angereiste Mannschaft aus Bregaglia plötzlich gefährlich.
Die topfiten und aggressiven Bergeller boten den Celeriner Senioren nun die Stirn, und der Kampf wurde auf dem Eis ausgetragen. Nach einer schnellen 2:0 Führung von Celerina, kippte im weiteren Spielverlauf doch schnell die Stimmung der Celeriner Männer und die Nerven lagen schon fast auf Eis, als die Anzeigetafel 10 Minuten vor Schluss noch immer eine 4:5 Führung für Bregaglia wie eine Horrorvision direkt in die Augen der Celeriner projizierte.
Celerina wollte siegen und kämpfte wie noch nie, nicht zuletzt um auch den ehemaligen Hockey-Kameraden und nun Verrätern Rache zu zollen. Mit letzter Kraft und schon fast tierähnlich fighteten die Celeriner Männer um Leben oder Niederlage. So wurde letztlich aus einem Trauerspiel für die Celeriner ein Lustspiel mit einem süssen 6:5 Triumph. Das Ziel, alle Spiele zu gewinnen wurde erreicht.
Die Mehrzahl der Celeriner Hockeyaner kann sich nun damit rühmen, einen Siegeszug durchs Engadin vollzogen zu haben. Ausser Trivella & Jeuch, die nach dem Transfer gleich ihre erste Niederlage kassieren mussten.
Zahlreiche Pressevertreter waren vor Ort, um das Spiel und den anschliessenden Glückstaumel der Celeriner Senioren zu verfolgen. Zur Mannschaftsfeier wurden sie allerdings nicht zugelassen. Paparazzi und Augenzeugen berichteten von einer ausgelassenen Partystimmung, die durch die Kabinenfenster dröhnte, es soll wohl bis nachts um 2 Uhr exquisiter Rotwein aus der Toskana geflossen sein und die Spieler sollen herzhafte Grilladen verspeist haben.